Warum haben wir heute frei?

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Heute ist der “Tag der Deutschen Einheit”. Und wohl jeder jenseits der “30″ wird an diesem Feiertag – wie ich heute – schon einmal darüber nachgedacht haben, was er am Tag des Mauerfalls gemacht hat (ähnlich wie am 11. September).

Nur war der Tag des Mauerfalls am 9. November… Da aber dieses Datum aufgrund der Gleichheit zur Reichsprogromnacht 1938 denkbar ungeeignet ist, erklärte der Artikel 2 des Einigungsvertrags den 3. Oktober zum (neuen) “Tag der Deutschen Einheit”.

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Doch warum nun genau der 3. Oktober? (folgend ein Auszug aus dem Wikipedia-Artikel zum “Tag der Deutschen Einheit”)

Grund für die zuletzt von der Volkskammer beschlossene Festlegung auf den 3. Oktober war die möglichst rasche Herstellung der Einheit nach Abschluss der Verträge vor allem unter dem Eindruck eines drohenden wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruchs der DDR. Mittwoch, der 3. Oktober 1990, war der frühestmögliche Termin, der nach der KSZE-Außenministerkonferenz vom 2. Oktober lag […].

Anfang Juli hatten die Regierungen der beiden deutschen Staaten einen Zeitplan beschlossen, der für den 14. Oktober Landtagswahlen in der DDR und gesamtdeutsche Wahlen für den 2. Dezember vorsah. […] Die diesbezüglichen Wählerlisten waren gemäß geltendem Wahlrecht spätestens 8 Wochen vor der Wahl zu erstellen. Dieser Termin war Sonntag, der 7. Oktober 1990. Folglich mussten alle Wähler spätestens im Verlaufe der 40. KW zum Bürger des wählenden Staates gemacht werden. Der hierfür frühestmögliche Beitrittstermin ergibt sich aus dem Beschluss des Bundeskabinetts:

„Der Bundesregierung erscheint jeder Beitrittstermin sinnvoll, der nach dem 2. Oktober liegt.“

Die Festlegung des Termins erfolgte schließlich in einer […] Sondersitzung der Volkskammer […]. Nach hitziger Debatte gab die Präsidentin der Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, um 02:30 Uhr am 23. August als Abstimmungsergebnis bekannt: „Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990.”

Historisch interessant ist durchaus auch, was der damalige SED-PDS-Vorstand Gregor Gysi anschliessend in einer persönlichen Erklärung verlauten ließ: “Das Parlament hat soeben nicht mehr und nicht weniger als den Untergang der Deutschen Demokratischen Republik zum 3. Oktober 1990 beschlossen.”

Im November 2004 wurde bekannt, dass die Bundesregierung – aus Steuergründen – plante den “Tag der Deutschen Einheit” auf den ersten Sonntag im Oktober zu verlegen. Allerdings lehnte dies Bundespräsident Horst Köhler ab, woraufhin Bundeskanzler Gerhard Schröder diesen Plan nicht weiter verfolgte.

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