Thigh Gap – Das Nichts zwischen Frauenschenkeln

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Anfang November gab es auf der Titelseite des altehrwürdigen „Hamburger Abendblatt“ einen Artikel über den „Thigh Gap“. Was zum Teufel ist der Thigh Gap? Nun – dabei handelt es sich um eine neue Schönheitswahnabartigkeit, nämlich darum, dass eine Frau erst dann als schlank gilt, wenn man (Mann?) bei geschlossener Fussstellung zwischen ihren Oberschenkeln durchschauen kann. Häh? Noch nie davon gehört oder als interessant befunden. Okay, bei richtig fetten Menschen findet man´s nicht schön, wenn die sich in so einem Watschelschritt fortbewegen. Aber dass diese Lücke zwischen den Beinen angesagt sein soll, interessiert doch keinen, oder?

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Von wegen: Vertreterinnen der Magersucht hatten in dem nicht so dünnen australischen Fotomodell Robyn Lawley, das als erstes „Plus Size“-Modell von Ralph Lauren engagiert wurde, eine Projektionsfläche gefunden. Sie bekam Hassmails, weil sie sich diesem Trend nicht unterwerfen wollte und man zwischen ihren Schenkeln nicht hindurchschauen kann. Sie wurde als adipös oder sogar als „pig“ beschimpft.

Doch das Model folgte nicht dem Ratschlag, sich ruhig zu verhalten und die Anwürfe zu übersehen, sondern hielt dagegen.

Das wird wahrscheinlich nicht viel bringen, aber es ist gut, dass eine Diskussion entstanden ist, die nicht von Außenstehenden mit dem moralischen Zeigefinger gestartet wurde.

Last but not least:

Bei einer kleinen Gruppe von Männern gibt es ein ähnliches, aber gegensätzliches Oberschenkelschönheitsideal: Gemeint sind die hähnchenbruzzelfarbigen Hardcore Body Builder. Zumindest im Exzess kommen sie in diesem Watschelgang daher, der auf das Gegenteil des Gap zurückzuführen ist: zuviel Fleisch und an der falschen Stelle.

 

Dies ist ein Gastbeitrag. Die Beiträge unserer Gäste sind uns heilig und werden niemals zensiert. Die Meinungen und Äußerungen müssen nicht immer mit denen der MMP|Group GmbH übereinstimmen.

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