Mit dem Wind nach Westen

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Heute vor 34 Jahren, am 16.09.1979, gelang acht Bürgerinnen und Bürgern der damaligen DDR die Flucht in einem selbstgebauten Heißluftballon.

Ein völlig überladener Wartburg mit Anhänger und ein Java-Moped stehen seit einer halben Stunde auf einer Wiese bei Heinersdorf, Thüringen.
Jetzt wuchten Familien Wetzel und Strelzyk ihre Fluchthelfer aus dem Anhänger und Kofferraum: Stoffballon, Gondel, Gasflaschen, Brenner.
Lautlos werden die Fluchtutensilien ausgebreitet und aufgebaut.
Der Ballon wird mit warmer Luft gefüllt – Brenner und Gebläse machen Lärm. Nach 5 Minuten ist der Ballon gefüllt und steht. 2 Seile werden gekappt. Nochmal. Der Ballon fängt Feuer. Zum Glück ist ein Feuerlöscher zur Hand. Der Ballon steigt. Acht Personen kauern sich auf der 140cm x 140cm zusammen. Vom Abgrund trennt sie nur eine Wäscheleine. 1.800m. Unten tauchen Suchscheinwerfer auf. 2.000m, -8° Celsius. Alles wieder ruhig. Der Brenner geht aus, das Gas ist leer. Der Ballon beginnt zu sinken.
Der Ballon huscht über Baumwipfel. Ein Krachen. Der Ballon neigt sich zur Seite. Allen Fahrern geht es gut.
Zwei Polizisten halten. “Sind wir hier im Westen?” – “Natürlich, wo denn sonst?”

Das war die spektakuläre Ballonflucht in Kurzform.

Spannend: Es war bereits der dritte Ballon, mit dem endlich die Flucht gelang. Die beiden Familien zerstritten sich nach der Flucht. Peter Strelzyk wurde von einem Freund und IM im Westen bespitzelt.

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