Mailanbieter AOL – From Hero to Zero

strich

„Bin ich schon drin?“, fragte Boris Becker zu Beginn des Jahrtausends – und vielen nur spärlich informierten Usern wurde damals suggeriert: An AOL führt kein Weg vorbei, wenn ich ins Internet möchte oder eine eigene E-Mail-Adresse benötige.

Doch die Zeiten, in denen bei den großen Elektro­‐Märkten kostenlose Installations­‐CDs des einstigen Mail-Riesen prominent in Eingangsnähe postiert sind, gehören längst der Vergangenheit an. Es hat sich eine ganze Menge getan in der Branche der Mailanbieter – eines der Opfer dieser Entwicklung heißt ohne Zweifel AOL.

Vom Glanz früherer Tage ist nämlich so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Im aktuellen BrandFeel Ranking von mafo.de belegt die Marke, mit größtenteils unterirdischen Werten, den letzten Platz aller getesteten Konkurrenten.

ranking_mailanbieter_BLOG

Speziell wenn es für die Kunden darum geht, das für sie genau richtige Produkt zu finden, steht AOL mit einem Wert von nur 3,1 ganz am Ende. Mit Freenet kämpft ein weiterer „Oldie“ der Branche mit ähnlichen Problemen, aber das in Hamburg ansässige Unternehmen hat zumindest noch den Ruf, modern und unkompliziert zu sein. Der aktuelle Claim „Normal ist das nicht!“ wird jedoch mit den deutlich schlechtesten Werten abgestraft.

GMX weist ausschließlich Werte im positiven Bereich auf…

Doch wo es Verlierer gibt, gibt es selbstverständlich auch Gewinner. Der größte Gewinner des BrandFeel heißt GMX! Die Marke weist ausschließlich Werte im positiven Bereich auf und erzielt einen für die Branche starken Gesamtscore von 6,2. Und auch die Kreativabteilung macht einen guten Job – der Claim „E-Mail für alle“ landet ebenfalls auf dem ersten Platz.

Mit einem minimalen Rückstand von nur 0,1 muss sich web.de knapp geschlagen geben und rangiert auf Platz zwei. Die Marke kann sich aber mit der höchsten Bewertung in Puncto Attraktivität und Tradition trösten.

Google erreicht, trotz großer Werbemaßnahmen für seinen Mailingdienst, nur Platz drei. Gmail fährt beim Image mit 5,6 einen klar schwächeren Wert als die beiden Topplatzierten ein und auch die Bekanntheit (94%) ist für den erbrachten Aufwand erstaunlich gering. Dennoch wirkt Gmail auf die User modern, innovativ und dynamisch, so dass die Marke im Einheitsbrei der Mailanbieter noch am ehesten Einzigartig wirkt.

Bei der Telekom muss man demnächst vielleicht über einen Farbwechsel von Magenta zu Mausgrau nachdenken. T‐Online wird von den Befragten sowohl beim Image als auch beim derzeitigen Claim („Wissen, was bewegt. Best.Digital.News“) mit durchweg unterdurchschnittlichen Bewertungen abgestraft. Das ernüchternde Resultat: Platz sechs im Gesamt‐Ranking.

Wie man es deutlich besser macht zeigt Outlook. Die Marke ist zwar deutlich weniger bekannt (78%) als die Konkurrenz, aber dafür wird ihr die höchste Qualität zugeschrieben.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die gesamte Branche kein allzu großes Vertrauen genießt und sich die Kunden so gut wie gar nicht mit ihrem jeweiligen Anbieter identifizieren können.

Website hundertprozent CO2 neutral mit Host Europestrich
strich



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Login
LETZTE KOMMENTARE