Blackfish

strich
Fotos & Trailer: © NFP

Fotos & Trailer: © NFP

In Deutschland scheint mir das Problem “Delfinarien” längst von der Tagesordnung gestrichen – die meisten sind inzwischen geschlossen (Münster schloss in diesem Frühjahr), aber bei den letzten 2 verbliebenen – Nürnberg und Duisburg – scheint kein wirkliches Ende der “Delfinshows” in Sicht. So plant Nürnberg zum Beispiel seinen Bestand auf 10 Delfine aufzustocken (laut peta.de: Durchschnittliche Sterberate: 1 Delfin pro Jahr – inklusive bekannter Totgeburten). Und dass gerade Delfine (und auch Wale) die Gefangenschaft in winzigen Becken (in der freien Natur taucht ein Delfin bis zu 600 Meter tief) nur unter Psychopharmaka überhaupt ertragen, Frust und Aggression an der Tagesordnung sind, sowie die sehr hohe Intelligenz – dieses Wissen hat mir schon vor langer Zeit den Anblick dieser atemberaubenden Tiere in Gefangenschaft gänzlich verdorben.

Tilikum in a scene from BLACKFISH, a Magnolia Pictures release. Photo courtesy of Magnolia Pictures. Photo credit Suzanne Allee.

Tilikum in a scene from BLACKFISH, a Magnolia Pictures release. Photo courtesy of Magnolia Pictures. Photo credit Suzanne Allee.

In den USA gab es nach dem Seaworld-Vorfall mit Dawn Brancheau und dem Orca-Männchen Tilikum 2010 eine Klage der US-amerikanischen Behörde für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) gegen Seaworld. Seitdem dürfen die Trainer nur noch mit einer Barriere zwischen sich und den Orcas arbeiten. Dies macht es vielleicht für die Menschen sicherer – an der unerträglichen Quälerei dieser Riesen in Gefangenschaft ändert dies aber nichts. Und Seaworld hat gegen das Urteil Berufung eingereicht. Seit 2011 tritt Tilikum bereits wieder in den Shows auf. Und Dawn Brancheau war nicht der einzige Mensch, den dieses – vermutlich zutiefst frustrierte und psychotische – Orca-Männchen während seiner 30jährigen Gefangenschaft “auf dem Gewissen” hat.

“Es ist das Schlimmste, was ich je getan habe.”

Tilikum in a scene from BLACKFISH, a Magnolia Pictures release. Photo courtesy of Magnolia Pictures. Photo credit: Gabriela Cowperthwaite.

Tilikum in a scene from BLACKFISH, a Magnolia Pictures release. Photo courtesy of Magnolia Pictures. Photo credit: Gabriela Cowperthwaite.

Blackfish” beleuchtet wie “lachs” sowohl mit diesen faszinierenden, höchst entwickelten Riesen, aber auch mit der Sicherheit der Trainer (und Zuschauer) in den diversen Seaworlds oder auch im Loro Parque auf Teneriffa umgegangen wird. Und ich war überrascht: Es kommen eben nicht Seashepard-, Peta- oder Greenpeace-Aktivisten zu Wort – sondern vorrangig ehemalige Trainer oder Leiter eben dieser Einrichtungen. Sowie ein Walfänger, dessen Aussage “Ich habe in 2 Revolutionen in Mittel- und Südamerika gekämpft – und viel Scheisse gesehen. Aber diesen Wal (Tilikum) zu fangen… Es ist das Schlimmste, was ich je getan habe.” mich – ab von der Qual, der diese Tiere ausgesetzt werden – mit am meisten berührt hat. Die Orcas bedeuten für die Verantwortlich nur Geld. Viel Geld:

In Hamburg kann man den Film aktuell im Koralle Lichtspielhaus sehen. Wer von diesen Ozeanriesen ähnlich fasziniert ist, der sollte sich das nicht entgehen lassen.

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