Auch ohne Twitter: Fans lieben Vettel

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mit Material von wikipedia.org © by Morio.

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Am vergangenen Sonntag ist Sebastian Vettel zum vierten Mal Formel 1-Weltmeister geworden. Damit wandelt der Deutsche auf den Spuren des großen Michael Schumacher. Die Medien suchen wie so oft das Haar in der Suppe und sind ihrer Meinung nach fündig geworden: Vettel mangelt es an Sympathie.

Um dieser Aussage auf den Grund zu gehen, habe ich mir mal die Fanzahlen des Heppenheimers in den beiden wichtigsten sozialen Netzwerken angeschaut. Und diese Zahlen beweisen das Gegenteil. Der Red Bull-Pilot liegt hinter Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Jenson Button auf Rang vier. Dies liegt hauptsächlich daran, dass der aktuelle Weltmeister im Gegensatz zu seinen Konkurrenten auf Twitter nicht aktiv ist.

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Betrachtet man nur die Fans bei Facebook, belegt Vettel mit knapp 1,3 Millionen Anhängern sogar den zweiten Platz hinter Hamilton. Der Engländer profitiert sicherlich auch von seiner langjährigen Beziehung zu Nicole Scherzinger, die als Mitglied der Girlband Pussycat Dolls zusätzliche Follower in den Twitter-Account ihres Lebensgefährten spült.

Fazit: Im Bereich Social Media gibt es zwar nicht die Vettel-Dominanz wie auf der Rennstrecke, doch über fehlende Sympathie und Fans muss sich Deutschlands Vorzeige-Formel-1-Pilot ganz und gar keine Gedanken machen. Und wenn er jetzt noch anfangen würde, bei Twitter loszuzwitschern wird er auch in den sozialen Netzwerken seine Konkurrenten der Reihe nach hinter sich lassen.

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3 Kommentare auf “Auch ohne Twitter: Fans lieben Vettel
  1. Profilbild von J. U. J. U. sagt:

    Sympathie ist halt schwierig zu bewerten. Insbesondere in Deutschland ist bei Sportlern wichtig, dass sie erfolgreich sind. Selbst wenn sie sich unfair verhalten, wie Schuhmacher seinerzeit am Ende des Qualifikationstrainings in Monaco, als er seinen Wagen so ungünstig abstellte, dass keine schnelleren Runden mehr gefahren werden konnten. Und Alonso (immerhin Zweiter in der Tabelle oben) ist auch nicht die Inkarnation der Fairness: Unvergessen sein Stunt zum Ende des Qualifikationstrainings in Ungarn, als er nach dem letzten Reifenwechsel einfach nicht abfuhr und dem wartenden Teamkollegen Hamilton die Chance nahm, noch auf die Pole zu fahren.

  2. Benni sagt:

    Moin Norman,

    ein reiner Vergleich der Fanzahlen ist aus Social Media Sicht leider nur oberflächlich aussagekräftig. Dies aus folgenden Gründen:
    1. Momentaufnahme.
    Interessanter wäre der Verlauf der Fanzahlen über einen Zeitraum von ca. ein oder zwei Jahren. Dann könnte man Tendenzen erkennen. Logischerweise ist das nachträglich leider nur möglich, wenn man die Facebookseite selbst betreibt oder damals eine Zeitreihenbetrachtung gestartet hätte.

    2. Wie hoch ist die Interaktion zwischen den Fahrern und ihren Fans?
    Werden Posts durch Fans geteilt, kommentiert oder geliked? Dürfen Fans an ihre Facebook-Seiten posten und werde diese dann auch kommentiert durch Fahrer oder Fans?

    3. Sehr spannend wäre auch Tonalitätsanalyse, welche Tendenz (positiv/negativ) Posts in den Social Media zu den einzelnen Fahrern haben.
    Logischerweise bräuchte man dazu ein entsprechendes Software-Tool (Sysomos Heartbeat, Alterian SM2, Radian 6, o.ä.), dass dies deutlich zu weit ginge, ist mir klar.

    4. Gab es mal Verlosungen von VIP-Passes oder anderweitige Gewinnspiele, die zum liken der Seite geführt haben?
    Bei solchen Aktionen kommen auch viele Leute, die sich sonst nicht mit dem Fahrer verbunden fühlen.

    5. Ich glaube nicht, dass Menschen, die ihre Meinung über Vettel zum negativen gewechselt haben, ihren Facebook-Like entfernen.
    Selbiges gilt für die Gewinnspiel-Teilnehmer.

    Ich hoffe mein kleiner Einblick macht die Unschärfe einer reinen Fanzahlenbetrachtung deutlich.

    Schöne Grüße!

    • Moin Benni,

      danke für dein Feedback und deine genauen Ausführungen.

      Eine punktgenau Analyse lässt sich, wie du ja schon angedeutet hast, tatsächlich nur als Betreiber der einzelnen Fanpages erstellen.

      Dieser Artikel stützt sich auf natürlich lediglich auf die nackten Zahlen, die meiner Ansicht nach aber dennoch grundlegende Sympathien erkennen lassen. Wie sagt man so schön: Zahlen lügen nicht. ;-)

      Schöne Grüße,
      Norman




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