5 1/2 Fragen an Rollo Fuhrmann

strich

Er ist Deutschlands Fieldreporter Nummer 1. Wenige Minuten nach Spielende stellen sich Spieler, Trainer und Funktionäre seinen Fragen. Nach Siegen selbstverständlich lieber als nach Niederlagen. Doch bei Rolf Fuhrmann ist einiges anders. rollo_sky

Bei ihm scheint es so, als ob sich Volkes Stimme gerade das Sky-Mikrofon geschnappt hätte und vis-à-vis mit den Stars das Spiel analysiert. Keine Standard-Fragen, Schleimereien und Arschkriecherei. Das macht ihn für mich und viele andere Fußball-Fans besonders. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich ihm heute 5 1/2 Fragen stellen darf.

Pizzzarro: Ganz Fußball-Deutschland nennt Sie Rollo. Ist das von Ihnen gewollt oder hat sich das einfach so eingebürgert im Laufe der Jahre?

Rolf Fuhrmann: Irgendwann hat da mal jemand mit angefangen und ich fand es ok. Man kann ja eh nichts dagegen machen. Es gibt Schlimmeres.

Pizzzarro: Wer hat Ihnen den Spitznamen Rollo verpasst?

Rolf Fuhrmann: Ich weiß es nicht mehr. Mein richtiger, vollständiger Name ist Rolf Harald Fuhrmann. Einige nennen mich auch so. Finde ich auch mal witzig. Daum, Doll und von Heesen sagen immer Rolli, auch im ON.

“Frauen finde ich gut, schon mal generell.”

Pizzzarro: Sie sind für mich der Vater aller Fieldreporter. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen und was halten Sie von der aktuellen „Fraueninvasion“ bei der Besetzung dieses Jobs?

Rolf Fuhrmann: Frauen finde ich gut, schon mal generell. Die meisten werden es auch beim Fußball packen. Das andere ist ne lange Geschichte. Zuerst Sketche bei Radio 107, z.B. “Ostfriesland bewirbt sich für die olympischen Winterspiele”. Danach Berichte und Moderation. Als der Sender sein Programm auf deutsche Schlager umstellte, bin ich gegangen und habe bei Premiere angeheuert. Als beim Spiel in Dortmund im März 1992 Tom Theunissen wegen Verletzung ausfiel, hat Interimssportchef Jörg Dahlmann gemeint, ich müsse dann mal ran. Ich war so nervös, dass ich in drei Stunden gleich 7 Mal auf Toilette war.

Pizzzarro: Ein denkwürdiger Tag für jeden Fußball-Fan war sicherlich das Meisterschaftsfinale der Saison 2000/01, als der FC Bayern durch ein Freistoßtor von Patrik Andersson dem FC Schalke 04 in allerletzter Sekunde die Schale entriss. Warum waren Sie als Hamburger an diesem Tag nicht im Volksparkstadion sondern im Gelsenkirchener Parkstadion?

Rolf Fuhrmann: Weil ich so eingesetzt wurde. Irgendjemand hat wohl geahnt, dass es ein denkwürdiges Finale würde und Rollo der richtige Mann.

“Ich will kein Plastik-Typ sein, sondern auch real und zum anfassen.”

Pizzzarro: TV-Job beim Fußball, WG mit zwei Frauen UND eine feste Beziehung…Sie leben den Traum vieler Männer. Hat man da nicht gerade in sozialen Netzwerken zuweilen mit Anfeindungen männlicher Neider zu kämpfen?

Rolf Fuhrmann: Nee, überhaupt nicht. Die allermeisten finden es spannend und witzig.

Pizzzarro: Sehr zur Freude Ihrer Fans, sind Sie seit einiger Zeit sehr aktiv bei Facebook und Twitter. Welche Intention steckt dahinter und welches Netzwerk gefällt Ihnen persönlich besser?

Rolf Fuhrmann: Beide Netzwerke haben ihren Reiz. Twitter ist nur direkter und schneller. Meine Intention ist, als Mann, der in der Öffentlichkeit steht, sich auch um die Fans und Freunde zu kümmern. Ihnen nicht nur mitzuteilen, was ich so mache, sondern auch mit Ihnen zu kommunizieren. Und die Abonnenten bezahlen mich ja auch mit. Ich will kein Plastik-Typ sein, sondern auch real und zum anfassen. Außerdem interessiert mich auch, was die anderen machen und wie sie leben. Ich bin ziemlich neugierig. Es gibt auch derzeit kaum etwas Kreativeres als die Netzwerke, auch wenn viele skeptisch sind. Aber das waren die Leute auch, als die Eisenbahn, der Computer, das Handy oder das Internet kamen. Die Welt ist nicht untergegangen. Wer sich nicht dem Neuen widmet, will scheinbar an der Zukunft nicht mitarbeiten. Mit Kahn: “Weiter, immer weiter” – mit kritischer Betrachtung.

Herr Fuhrmann, vielen Dank für das nette Interview und dass Sie sich die Zeit dafür genommen haben. Bitte bleiben Sie so!

Und hier findet ihr Rollo in den sozialen Netzwerken:

Facebook: www.facebook.com/rolf.fuhrmann
Twitter: https://twitter.com/Sky_Rollo

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strich
4 Kommentare auf “5 1/2 Fragen an Rollo Fuhrmann
  1. Warum eigentlich “Internet” und nicht “Internetz”?

  2. Warum eigentlich “Reporter” (engl. to report = Bericht erstatten, wiedergeben, aufnehmen) und nicht “Feldberichterstatter”?
    … wenn schon, denn schon …

  3. Profilbild von J. U. J. U. sagt:

    Schöner Beitrag.
    Aber warum ist dessen Job-Bezeichnung “Fieldreporter” und nicht “Feldreporter”? Wird demnächst live vom “Fußballfield” berichtet?
    Selbst die Jungs von 11Freunde scheinen bzgl. des richtigen Wordings (!) verunsichert zu sein, denn bei dem folgenden Artikel wird in der Teaserzeile noch vom Fieldreporter gesprochen, um im Artikel selbst über den Feldreporter zu berichten: http://www.11freunde.de/artikel/fieldreporter-die-haertesten-jungs-des-fussballgeschae
    Verwirrend, aber irgendwie auch nicht so richtig wichtig …




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